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Es gibt Momente, in denen die politische Landschaft unseres Landes wie ein schlecht sortierter Dachboden wirkt: Man stolpert über Relikte vergangener Epochen, findet zwischen dem Staub der Bürokratie ein paar glänzende Ideen und fragt sich, warum eigentlich die schweren Möbel so viel Lärm machen, wenn man sie nur ein Stück verschieben will.

Nehmen wir Philipp und seinen Strandkorb. In der Symbolik unserer Zeit wirkt dieser Korb fast wie der Hammer von Thor – ein mächtiges Instrument der Abgrenzung, das, sobald es im Sand platziert wird, eine regelrechte Staubwolke aus Tradition und Beharrlichkeit aufwirbelt. Es ist die paradoxe Kunst des deutschen Urlaubs: Man sucht die Ruhe, baut sich eine Festung aus Geflecht und wundert sich dann, dass die Umgebung durch die schiere Präsenz dieses Möbels in Aufruhr gerät.
Diese Lust an der Statik führt uns direkt in die Vorstellung eines Deutschlands, in dem Herr Merz Kanzler bleibt. Ein Unterfangen, das man fast als „wüst“ bezeichnen könnte – nicht im Sinne von Ödnis, sondern im Sinne einer ungestümen, fast schon archaischen Art der Führung, die versucht, die Moderne mit den Mitteln einer vergangenen Ära zu zähmen. Es wäre ein politisches Experiment in Sachen Konservatismus, das die Frage aufwirft, ob man ein Land steuern kann, indem man die Uhrzeiger konsequent zurückdreht, während die Welt draußen bereits im Zeitraffer an uns vorbeizieht.

»Es ist die ewige deutsche Sehnsucht nach dem Wind of Change, die oft an der Angst vor einem kleinen Luftzug scheitert.«

Inmitten dieser Statik hoffen wir immer noch auf den „Sommer der Reformen“. Die große Sorge bleibt dabei die meteorologische politische Vorhersage: Wird aus dem versprochenen Aufbruch nicht doch wieder ein grauer, frostiger Winter seltsamer Kompromisse? Es ist die ewige deutsche Sehnsucht nach dem Wind of Change, die oft an der Angst vor einem kleinen Luftzug scheitert. Wir wollen die Erneuerung, solange sie uns nicht zwingt, die Fenster ganz weit aufzureißen und die kalte Realität der notwendigen Anstrengungen einzulassen.
Besonders kurios ist dabei der sprachliche Umgang mit der Hoffnung. Warum wird der Wunsch nach einer konsequenteren linken Politik, nach echter sozialer Gerechtigkeit und einem mutigen Umbau unserer Wirtschaft, so oft reflexartig als „Stärkung der Ränder“ verschrien? Es ist, als würde man jemanden, der das Fenster öffnet, um frische Luft hereinzulassen, beschuldigen, er wolle das ganze Haus einreißen. Diese rhetorische Ecke, in die progressive Ideen gedrängt werden, wirkt oft wie ein Schutzmechanismus einer Mitte, die so sehr Angst vor der Bewegung hat, dass sie Stillstand für Stabilität hält.

Und dann steht da noch im Raum, ob Jens Spahn nun doch ein „Frauenproblem“ hat – oder vielmehr die Erkenntnis, dass seine eigene Vorstellung und Interpretation von der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewaltig aus dem Lot geraten ist. Er bewegt sich in (s)einem „Privilegium“, in dem er sich erlaubt, die Balance zwischen Macht und Privatleben so zu definieren, wie es ihm gerade passt, während die strukturellen Hürden für die meisten Frauen (auch an einer solchen Position) eine ganz andere Realität bilden. Wenn er dieses Privileg dann so auslebt, dass es wie eine Verweigerung der modernen Gleichberechtigung (und auch Kollegialität) wirkt, kommt das in einer Gesellschaft, die endlich echte Partnerschaft fordert, mehr als befremdlich an. Am Ende bleibt dann eben doch nur die banale, aber treffende Frage: Ist das ein komplexes gesellschaftliches Phänomen oder ist er in diesem Punkt einfach nur der Blödmann, der wirklich nichts verstanden hat und die Zeichen der Zeit beharrlich ignoriert?

Am Ende bleibt die Frage, ob Deutschland im Kern doch bieder bleibt und weiter rum-meiert in seiner gepflegten Vorgarten-Idylle. Ja, wir lieben und wollen das Neue, mitunter sogar mal das Innovative, es muss eben nur in einer ordentlichen Liste stehen und darf die ,guten Nachbarn’ und die eigenen Follower nicht zum „unliken“ motivieren. 

Vielleicht ist die Lage genau deshalb weder locker noch lustig:
Wir wissen darum, dass wir uns in unserer eigenen Unbeweglichkeit zwar gerne über die Moves der anderen echauffieren, aber insgeheim froh sind, wenn der Strandkorb am Ende des Tages wieder genau dort steht, wo er immer stand.

Und: wie locker und lustig bist du (noch)?
Euer Letterman

Fotos: Limbach, Justiz NRW und Bostancıeri, Anna-Lisa Konrad
Veranstaltung "Feministisches Strafrecht" 

Herzlich weisen wir hier auf unsere oben genannte Veranstaltung hin. Das Podium ist wirklich hochkarätig besetzt. Zum Thema sprechen und diskutieren İlayda Bostancıeri (MdL), Sprecherin für Frauen, Gleichstellung und Queerpolitik, Dr. Benjamin Limbach,
Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Alma Gildenast, Psychologin im Mädchenzentrum Gelsenkirchen.
Die Veranstaltung findet statt in der Rosamunde, Bochumer Str. 117, in Gelsenkirchen-Ückendorf. 

Mehr dazu in der nächsten Grünen Woche. BLEIBT DRAN💚

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🎃 Einladung zur Halloween-Party! 🎃
Es ist wieder soweit: Unsere familienfreundliche Halloween-Party steht vor der Tür!
Wir laden euch herzlich ein, am 31. Oktober ab 16 Uhr im Grünen Zentrum mit uns zu feiern.

Was euch erwartet:
✅ Ein bombastisches Halloween-Buffet – gerne könnt ihr mit gruseligen Leckereien dazu beitragen!
✅ Kinderbasteln und Spiele für alle Altersgruppen
✅ Gruselig-schöne, aber kindgerechte Deko
Kommt mit Partner:innen, Kindern, der ganzen Familie – oder einfach allein! Hauptsache, ihr seid dabei.
Wir freuen uns auf einen gruseligen Nachmittag und Abend mit euch!

Foto: EliasKeilhauer
Dein Neujahrsempfang 2027 in Gelsenkirchen!

Startet mit uns voller Energie und grüner Visionen in das neue Jahr. Wir laden euch herzlich zu unserem Neujahrsempfang ein, bei dem uns ein besonderer Gast schon feststeht: Felix Banaszak.
Merkt euch den Termin schon jetzt vor, um gemeinsam mit uns und dem Kreisverband Gelsenkirchen die Weichen für ein nachhaltiges und mutiges Jahr zu stellen.

Vergesst dabei bitte alles, was ihr über steife Empfänge wisst. Wir machen das auf unsere Art: frisch, inspirierend und mit dem Blick nach vorne. Was genau euch erwartet? Das bleibt vorerst unser Geheimnis – lasst euch überraschen!

Weitere Details und die offizielle Einladung folgen.
Wir freuen uns schon jetzt auf Dich!
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Wie uns die Sterne stehen – Der Wochenausblick:
„Im Grüniversum – Alles bleibt anders und anders ist neu“


Willkommen in einer Woche, in der die Planetenkonstellationen so dynamisch sind wie eine hitzige Diskussion über die Platzierung einer Ladesäule im Quartier. Im Grüniversum ist Beständigkeit lediglich ein Synonym für „wir überarbeiten das Konzept gerade noch einmal“. Und hier ist euer kosmischer Kompass für die kommende Woche:

⭐Tatendrang und Standhaftigkeit
Für die Widder ist der Dienstag der ideale Tag, um die Mitbewerber mal so richtig „bei den Hörnern zu packen“. Aber Vorsicht: Im Grüniversum bedeutet das nicht Überrennen, sondern das geschickte Einweben von eigenen Forderungen in den Kompromissentwurf des anderen. Die Stiere hingegen sollten sich fragen, ob der Infostand wirklich der richtige Ort für sie ist. Die Tendenz, dort wie eine Statue der Unbeugsamkeit zu verharren, ist hoch – doch wahre grüne Macht zeigt sich darin, den Passanten mit einem Lächeln zu erklären, warum die neue Radwegführung doch absolut sinnvoll ist, auch wenn sie drei Umwege bedeutet. Die Steinböcke dürfen den Gipfel keinesfalls aus den Augen verlieren. In der Politik ist der Weg nach oben oft eine Spirale aus Rückfragen und Änderungsanträgen; wer den Blick nicht starr nach oben richtet, landet schnell in der Detailarbeit eines Unterausschusses.

⭐Kommunikation und Leidenschaft
Die Kommunikation steht im Zeichen der Ambivalenz. Wer versucht, eine klare Linie zu ziehen, wird feststellen, dass die Linie im Grüniversum eher eine organische Kurve ist. Zwillinge, Krebse und Löwen nutzen die Zeit, um philosophisch über die Frage nachzugrübeln, ob ein „Ja, aber“ eigentlich eine Zusage oder eine sehr höfliche Ablehnung ist. Die Leidenschaft sollte in dieser Woche weniger in rhetorischen Schlachten als vielmehr in der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner investiert werden – inkl. grünem Tee ein fast schon meditativer Prozess.

⭐Struktur und Balance
Die Jungfrauen sollten diese Woche nicht versuchen, das Chaos der Welt in einer Excel-Tabelle zu bändigen. Heroischer ist es, den aussichtslosen Versuch noch vor dem Aufbau abzubrechen. Die Waagen hingegen kämpfen mit der Balance zwischen dem Idealismus der Basis und der Realität der Koalitionsverträge. Ein Tipp aus den Sternen: Manchmal ist das Gleichgewicht erst dann erreicht, wenn man akzeptiert, dass man sich in der Mitte trifft, obwohl die Mitte eigentlich ganz woanders liegt. Die Skorpione sollten ihre analytische Schärfe nutzen, um zwischen den Zeilen der neuesten Pressemitteilungen zu lesen.

⭐Weite und tiefe Gewässer
Weil die Freibadsaison beendet ist, müssen sich Wassermänner und Fische fragen, in welche Gewässer sie sich nun wagen. Die Antwort lautet: In die tiefen Wasser der strategischen Neuausrichtung. Es ist Zeit, die Komfortzone des Beckenrandes zu verlassen und in die kühlen Fluten neuer Themen einzutauchen – auch wenn man dabei das Gefühl hat, dass sie einem über den Kopf wachsen. Die Schützen sollten ihren Optimismus bewahren, auch wenn die Realität gerade versucht, sie mit einem dicken Stapel Akten zu bremsen.

⭐Das Wochenende: Expedition ins Unbekannte
Sollten wir am Wochenende feststellen, dass das Grüniversum tatsächlich der Ort ist, an dem nie ein Mensch zuvor gewesen ist, dann ist das kein Grund zur Panik, sondern eine Chance. Wir tun das, was wir am besten können: Wir begrünen alles neu, erstellen eine Roadmap für die Erschließung des Unbekannten und achten darauf, dass die Expedition klimaneutral erfolgt. Genießt die Leere, atmet tief durch und erinnert euch daran: Wenn alles anders ist, ist zumindest nichts langweilig.

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Mitglied werden!

Werde vom Zuschauerin zur Gestalterin: Warum nur zusehen, wie die Welt sich verändert, wenn du das Steuer selbst in die Hand nehmen kannst? Als Mitglied bist du das Herz der Partei. Deine Ideen, deine Leidenschaft und deine Anträge fließen direkt in die politische Arbeit ein – so verwandelst du deine persönliche Überzeugung in echte, messbare Wirkung.

Sei Teil der Rettungsmission für unseren Planeten: Die Zeit des Zögerns ist vorbei. Wenn wir jetzt nicht radikal und mutig handeln, verlieren wir unsere Lebensgrundlagen. In der Partei findest du die stärkste Gemeinschaft, um den ökologischen Umbau nicht nur zu fordern, sondern ihn mit voller Kraft und einer klaren Vision sozial gerecht zu realisieren.

Finde deine politische Heimat: Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als Menschen zu treffen, die genauso brennen wie du. In unseren Verbänden erwartet dich ein Netzwerk voller Energie, Optimismus und Solidarität. Hier wirst du nicht nur gehört, sondern unterstützt – gemeinsam sind wir unaufhaltsam.

Erlebe die Kraft der echten Demokratie: Spüre die Begeisterung, wenn aus einer mutigen Idee in einer Basisdiskussion ein echtes politisches Ziel wird. Du lernst hier, wie man Brücken baut und gemeinsam Lösungen findet, die wirklich funktionieren. Das ist Demokratie, die lebendig ist und die Zukunft gestaltet.

Kämpfe für eine Welt, in der alle dazugehören: Setze ein kraftvolles Zeichen gegen Ausgrenzung und für eine Gesellschaft, die Vielfalt als ihre größte Stärke begreift. Mit deiner Mitgliedschaft stehst du an vorderster Front für Menschenrechte, Gleichberechtigung und eine offene Welt – für eine Zukunft, in der niemand zurückgelassen wird.

Wir treffen uns!
Milli sings „The Legend Of Monk“

Milli Häuser mit Trio spielen eine eigenwillige Hommage an den musikalischen Architekten und Pianisten Thelonious Monk. Das Besondere: Die im Ursprung instrumentalen Stücke werden gesungen, mit überwiegend eigenen Texten auf deutsch und englisch, das ganze in eigenen modernen Arangements.
Und naturlich gibt es brillante Jazzimprovisationen, sowie gesungene Auszüge von original übernommenen Monkimprovisationen und biographische Momente anhand kleiner Geschichten über Monks Leben.

Es spielen:
Milli Häuser (voc, arr & more / lyrics)
Matthias Dymke (p)
Alexander Morsey (b)
Uwe Kellerhoff (dr, perc)


10.10.2026 / 19:30
werkstatt
Hagenstr. 34
 
Eintritt: 15 € / "werkstatt"-Vereinsmitglieder 10 € / ermäßigt 5 €
Kein Vorverkauf / Reservierungswünsche an: info@werkstatt-ev.de

TERMINE im Überblick

29.10. / 18:30
Grüner Stammtisch, ROSI, Weberstr. 18


31.10. / 16:00
Halloween-Party, familienfreundlich/ Grünes Zentrum, Ebertstr. 28

04.11. / 18:30
Feministisches Strafrecht / Rosamunde, Bochumer Str. 117

11.11. / 18:30
Mitgliederversammlung / Grünes Zentrum, Ebertstr. 28

09.01.2027 / 11:00
Der grüne Neujahrsempfang / FLORA, Florastraße 26

HINWEISE ZUM GEBRAUCH:

Die Grüne Woche lebt auch von eurem Mittun:
Der Letterman freut sich nicht nur über eure kritischen Kommentare, sondern eben auch über Hinweise zu Veranstaltungen, Treffen, einfachen Zusammenkünften und und und ... Sendet diese bitte jeweils bis spätestens donnerstags ganz einfach an diegruenewoche@gruenege.de

Die GRÜNE WOCHE #42 kommt am 9.10. direkt in dein Postfach.

Hinweis: Teile der Texte dieser Grünen Woche sind mit Hilfe des Grünerators (Grüne-KI) erstellt.
 
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen
Christoph Lammert
Ebertstraße 28
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