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Das Gefühl der Sprachlosigkeit angesichts steigender Umfragewerte der AfD ist mehr als eine politische Befürchtung; es ist eine existentielle Erschütterung. Wenn Zahlen suggerieren, dass ein beträchtlicher Teil der Gesellschaft einer Ideologie zuneigt, die unsere demokratischen Grundwerte infrage stellt, reagieren wir oft mit einem inneren Verstummen. Diese Sprachlosigkeit rührt daher, dass wir mit einer Form der Kommunikation konfrontiert werden, die nicht auf Diskurs, sondern auf Affekt und Ausgrenzung setzt. Die Angst, die uns dann überkommt, ist nicht nur die Angst vor einem Wahlergebnis, sondern die Angst vor dem Verlust einer gemeinsamen Realität.

»Die Antwort auf den Lärm ist nicht noch mehr Lärm, sondern eine präzise, empathische und inhaltlich fundierte Sprache.«

Wir fühlten uns in unserer Auffassung von Demokratie sicher, weil wir sie lange Zeit als ein naturgegebenes, stabiles Betriebssystem unserer Gesellschaft begriffen haben. Wir gingen davon aus, dass die Institutionen und die gesellschaftliche Konsensmoral stark genug seien, um jede Form von Extremismus automatisch zu neutralisieren. Diese Sicherheit war jedoch oft eine Form von Blindheit gegenüber den schleichenden Erosionsprozessen: der wachsenden Kluft zwischen Stadt und Land, dem Gefühl des Abgehängtseins und der gezielten Manipulation durch digitale Echokammern.
Die eigene Stimme wiederzufinden, bedeutet in diesem Kontext, die eigene Verletzlichkeit zuzulassen, ohne in die Ohnmacht zu verfallen. Es geht darum, zu erkennen, dass die Antwort auf den Lärm nicht noch mehr Lärm ist, sondern eine präzise, empathische und inhaltlich fundierte Sprache. Wir finden unsere Stimme zurück, wenn wir aufhören, nur gegen etwas zu sein, und beginnen, mit einer klaren Vision für etwas einzutreten. Es ist der Weg von der reaktiven Angst hin zur proaktiven Gestaltung.

Dem Geschreie und den irrationalen Argumenten zu begegnen, ohne oberlehrerhaft zu wirken, erfordert eine bewusste Haltung der „radikalen Neugier“. Anstatt Fehler sofort zu korrigieren, können wir Fragen stellen, die den anderen dazu bringen, seine Logik zu Ende zu denken. Wenn wir nicht von oben herab belehren, sondern von unseren eigenen Werten und Sorgen aus sprechen, nehmen wir dem Gegenüber die Angriffsfläche der Arroganz. Es gilt, die emotionale Ebene der Gegenseite zu validieren – etwa die Angst vor Veränderung –, ohne jedoch den inhaltlichen Kern der demokratischen Werte zu verhandeln.
Ein Stimmungswechsel geschieht selten durch die lautesten Parolen, sondern durch die Summe vieler kleiner, authentischer Begegnungen. Die Publikation unserer Anliegen ist daher dann am wertvollsten, wenn sie nicht als moralischer Zeigefinger, sondern als Einladung zu einer besseren Alternative formuliert ist. Wir müssen eine Sprache finden, die verbindet (vielleicht sogar versöhnt), statt zu spalten – eine Sprache, die zeigt, dass eine klimaresiliente, gerechte und offene Gesellschaft nicht nur ein theoretisches Konstrukt ist, sondern ein konkreter Gewinn an Lebensqualität für alle.

»Sich weigern, von der Lautstärke in die Stille gedrängt zu werden.«

Letztlich ist die Überwindung der Angst die Voraussetzung für jede politische Wirksamkeit. Wenn wir uns weigern, uns durch die Lautstärke der Extremen in die Stille zurückdrängen zu lassen, beginnen wir bereits, die Demokratie zu verteidigen. Die Stimme ist das wirksamste Werkzeug gegen die Angst – nicht, weil sie alle Zweifel auslöscht, sondern weil sie beweist, dass wir noch da sind und dass wir bereit sind, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.


Noch Fragen? Ich auch ...
Euer Letterman

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Gemeinsam durch den Wahlabend
 
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt und es ist eine Wahl, die viele von uns mit Sorge und Anspannung erwarten. Die Möglichkeit, dass die AfD stärkste Kraft werden könnte, macht vielen Menschen Angst und lässt uns mit einem mulmigen Gefühl auf diesen Abend schauen.
Gerade deshalb möchten wir den Wahlabend nicht allein zu Hause verbringen. Wir wollen zusammenkommen, miteinander reden, gemeinsam hoffen und diesen Abend als Gemeinschaft erleben.

Ab 17:30 Uhr sind wir im Grünen Zentrum und freuen uns über alle, die dazukommen wollen. 
Kommt gerne vorbei und bringt Snacks, Lieblingsgetränke und eure Gedanken mit! Egal, ob ihr die Ergebnisse gemeinsam verfolgen, euch austauschen oder einfach nicht allein sein möchtet.

Wir verbringen diesen Abend zusammen💚

Die Arbeitswelt steht vor einem riesigen Umbruch – und wir entscheiden jetzt, welche Richtung wir einschlagen! Geht es um echte soziale Gerechtigkeit, eine gesunde Balance zwischen Job und Privatleben oder eine Mitbestimmung, die wirklich etwas bewegt?
Wir wollen nicht nur zusehen, wie Reformen zu Arbeitszeit, Rente und Krankheit diskutiert werden, sondern selbst die Leitplanken für eine zukunftsfähige Arbeitsgesellschaft setzen. Deshalb laden wir euch herzlich zu unserer gemeinsamen Veranstaltung mit dem DGB Emscher-Lippe ein!

Das erwartet euch:
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend mit hochkarätigen Gäst*innen:

Michaela Evans-Borchers (Direktorin des Forschungsschwerpunktes Arbeit & Wandel an der Westfälischen Hochschule) präsentiert ihre aktuelle Studie zu den Potenzialen für Jobs in der Energiewende und der sozialen Daseinsvorsorge.
Ein engagiertes Podium aus den Gewerkschaften, das wir gemeinsam mit Mark Rosendahl (Geschäftsführer DGB-Region Emscher-Lippe) und unserer Bundestagsabgeordneten Irene Mihalic diskutieren.

Das Beste daran:
Die Veranstaltung ist kein Frontalvortrag! Wir wollen eure Perspektiven hören. Die anschließende Podiumsdiskussion ist offen für eure Beiträge, Fragen und Ideen aus dem Publikum.

Jetzt anmelden und mitgestalten! Damit wir planen können, gib uns bitte kurz Bescheid, ob du dabei bist. Klicke einfach auf den Link zur Anmeldung:

recklinghausen@dgb.de

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Wie uns die Sterne stehen – Der Wochenausblick:
„Mit hoffendem Begehren durch’s Grüniversum“


Die Konstellationen zwischen dem 31. August und dem 6. September fordern uns heraus, die Balance zwischen utopischem Leuchten und der harten Realität des grünen Alltags zu finden. Während wir im Grüniversum oft versuchen, die Welt im Zeitraffer zu retten, erinnern uns die Planeten daran, dass auch eine Energiewende manchmal die Geduld einer tektonischen Platte erfordert.

⭐Zwischen Herz, Beton und Reibung
Euer natürlicher Stolz ist ein mächtiges Werkzeug, solange er nicht zum Selbstzweck wird. Die Herausforderung der Woche für Löwen*: Könnt ihr eure Präsenz nutzen, um andere sichtbar zu machen? Bestückt euren Stolz mit grünen Herzen – echte Größe zeigt sich darin, den Scheinwerfer auf die gemeinsame Sache statt auf das eigene Podium zu richten.
Steinböcke* sind der Fels in der Brandung, wenn es um detaillierte Tabellen und Machbarkeitsstudien geht. Doch Vorsicht: Zu viel Realismus kann im Grüniversum wie ein Betonwall wirken. Nutzt eure Struktur, um Träume zu fundieren, statt sie mit einem Verweis auf die Haushaltslage im Keim zu ersticken.
Und ihr lieben Waagen*: Die ewige Jagd nach Harmonie ist in einer lebendigen Demokratie ein riskantes Unterfangen. Wer immer nur den kleinsten gemeinsamen Nenner sucht, landet oft bei einem Kompromiss, der niemanden mehr begeistert. Traut euch diese Woche, die Reibung auszuhalten – denn aus dem konstruktiven Streit entstehen die innovativsten Lösungen.

⭐Zwischen Wellen, Mut und Abenteuer
Wassermänner*, ihr seid die Visionäre, die oft schon im Jahr 2050 leben, während der Rest von uns noch über die nächste Sitzung diskutiert. Es ist völlig legitim, auch mal ins Schwimmen zu geraten. Wer nie den Boden unter den Füßen verliert, lernt nicht, wie man sich gegenseitig stützt, wenn die Wellen der politischen Realität höher schlagen.
Der Mut der Widder* ist der Motor, der uns aus der Komfortzone reißt. Die Frage ist nicht, ob ihr voranstürmt, sondern wohin dieser Mut uns leiten soll. Richtet eure Energie weg vom reinen Aufbruch und hin zur beharrlichen Ausdauer. Mut bedeutet diese Woche auch, zuzuhören, bevor man die Welt verändert.
Abenteuerlust ist genau dann notwendig, wenn die Diskussionen in den eigenen Reihen zu kreisförmig werden. Wenn wir uns in Details verlieren, sind die Schützen* diejenigen, die den Blick weiten und uns an das große Ziel erinnern. Manchmal ist der mutigste Schritt, einen völlig neuen Weg einzuschlagen, auch wenn die Karte noch keine Wege einzeichnet.

⭐Radikalität der Herzlichkeit
Damit das Grüniversum zum ultimativen Ort des Strahlens wird, müssen wir eine Gemeinschaft leben, die Vielfalt nicht nur als Schlagwort nutzt, sondern als Überlebensstrategie begreift. Wir brauchen eine Radikalität der Herzlichkeit: eine Verbindung aus unnachgiebigem Anspruch an den Planeten und unendlicher Geduld mit den Mitmenschen*. Erst wenn wir aufhören, uns gegenseitig für zu wenig Idealismus oder zu viel Pragmatismus zu verurteilen, wird das Licht wirklich hell.

⭐Smartphones im Flugmodus
Und was machen wir mit dem Wochenende, wenn wir – zumindest theoretisch – alles erreicht haben? Wir praktizieren die wichtigste grüne Tugend: die bewusste Pause. Wir lassen die Smartphones im Flugmodus, atmen tief ein und stellen fest, dass die Welt auch dann weiterdreht, wenn wir für einen Moment nicht versuchen, sie zu retten. Das ist kein Stillstand, sondern die notwendige Regeneration für den Kampf, der am Montag wieder beginnt.


Liebe Klima-Freundinnen und Freunde,

am 12. September findet ein Mega-Klimamarsch in Amsterdam unter dem Motto “Choose our future. Ditch fossil fuels.” statt. Aufgerufen hat ein breiter Zusammenschluss aus der Klimabewegung. Mit dabei sind auch die niederländischen Grünen GroenLinks, die sich kürzlich mit der PvdA zur neuen Partei PRO (https://progressiefnederland.nl) zusammengeschlossen haben.

In den Niederlanden ist die Klimabewegung weiter in der Offensive. In den letzten Jahren gab es immer wieder große Klimademos, während die Proteste in vielen anderen Ländern schon schwächer wurden. Außerdem setzen die niederländischen Gerichte immer neue Maßstäbe im Klima- und Naturschutz. Von all diesen Entwicklungen wollen wir vor Ort lernen, unseren niederländischen Freund*innen begegnen und vor allem den Klimamarsch unterstützen und so neue Kraft gewinnen.

Der Klimamarsch findet kurz vor dem großen Budget-Day statt, an dem die neue niederländische Regierung ihren Haushalt vorstellen wird. Da der neuen Regierungskoalition insgesamt zehn Stimmen für eine Mehrheit im Parlament fehlen, ist noch vieles offen. Umso wichtiger ist ein starkes Zeichen für Klimaschutz und erneuerbare Energien kurz vor diesem wichtigen Tag! NRW ist ein ganz wichtiger Partner der Niederlande und wir haben eine lange gemeinsame Grenze. Was in den Niederlanden passiert, hat große Auswirkungen auf uns in NRW - und umgekehrt. Zudem fanden die bunten und kraftvollen niederländischen Klimamärsche schon früher europaweit Aufmerksamkeit.

Daher wird die European Green Party (EGP) grenzüberschreitend zum Mega-Klimamarsch nach Amsterdam mobilisieren. Es kommen also Grüne aus verschiedenen Ländern nach Amsterdam.

Von uns Bündnisgrünen sind im September viele voll mit Wahlkämpfen in Deutschland beschäftigt. Das hat auch weiter höchste Priorität! Wer aber am Samstag, den 12. September, Zeit hat, komme bitte mit uns zum Klimamarsch in Amsterdam! 

Die Demo beginnt am Samstag um 13.00 Uhr. Danach ist ein informelles Get-together aller Grünen geplant. Genaue Infos zu Treffpunkt, praktischen Infos, usw. schicken wir euch zu. Falls Ihr Interesse habt dabei zu sein, meldet Euch für weitere Infos hier:

https://gruene.de.typeform.com/to/Q1dfU0oh 

Weitere Infos zum Klimamarsch findet Ihr hier (auf Englisch oder Niederländisch): https://klimaatmars.nl/en/home/

Mit europäischen Grüßen aus Verden & Berlin und aus Kleve
Sven Giegold, stv. Bundesvorsitzender, und Volkhard Wille, MdL NRW

 
Du hast Ideen und Themen für Social Media, weißt aber noch nicht, wie du sie als Video umsetzen kannst? Dann bist du hier richtig!
 
Im Mittelpunkt stehen deine Inhalte: Du bringst deine Ideen mit – gemeinsam entwickeln wir daraus ansprechende Videoformate. Wir sind selbst keine Profis, haben aber Lust, zu experimentieren, voneinander zu lernen und kreative Lösungen zu finden.
Die Technik stellen wir: Drohne, Gimbal sowie Equipment für Handy- und Kameraaufnahmen. Auch Tools wie Canva oder CapCut können wir gemeinsam ausprobieren.Ob Stadtpark, Innenstadt oder indoor – gemeinsam schauen wir, was sich sinnvoll und machbar umsetzen lässt.
Kevin kümmert sich um die Technik, Laura ist ebenfalls dabei – jetzt fehlst nur noch du mit deinen Ideen!
 
Anmeldung bitte bis zum 11. September 2026. Der Workshop findet nur statt, wenn genügend Teilnehmende dabei sind.
Du bist dabei? Dann melde dich direkt bei Laura oder Kevin.

Tut Gutes, um unsere Stadt grüner zu gestalten.
Deine Spende macht's.


Ob als Mitglied oder Sympathisant*in: Dein Beitrag stärkt Sichtbarkeit und Einfluss unserer Arbeit. Deine Spende hilft, um Veranstaltungen, öffentliche Präsenz, den kommenden Landtagswahlkampf und noch mehr Dialog zu ermöglichen: Infoveranstaltungen, Debatten, Aktionen vor Ort, transparente Kommunikation und und und.
Jede Spende – so viel du kannst, so viel du willst – macht mehr Grün in Gelsenkirchen – und im Land.

Vielen Dank für deine Unterstützung!💚

➡️ Wie und wohin du spenden kannst

Sophia Merwald liest im Jahnbad

An einem Sommertag schwimmen plötzlich Haie in einem Gelsenkirchener Freibad. Zwischen ihren großen Gebissen, dem Chlorgeruch und rostigen Düsen formt sich Sophia­ Merwalds Blick auf das Ruhrgebiet und das Erzählen: Aus Beton wird Meer, aus Menschen Fabelwesen und der Alltag wird seltsame Poesie.

Im Austausch mit ihren eigenen Fotografien – Aufnahmen von Häusern und dem Licht über der Stadt – entfaltet „Der Tag von oben“ ein urbanes Porträt, bei dem Wärme so viel zählt wie feine Distanziertheit. Darunter liegt ein leises Staunen über die Ewigkeit und den Verlauf der Zeit, das die Ränder des Wirklichen verschwimmen lässt.
Sophia Merwald liest zum Ende der Freibadsaison aus ihrem neuen Buch über Gelsenkirchen, das Ruhrgebiet und das Erzählen.

29. August / 20:00
Jahnbad
Kanzlerstr. 46
Eintritt frei, eigene Getränke, Snacks und
Liegedecken können mitgebracht werden!

Sophia Merwald studierte Journalistik sowie Film- und Medienkultur-Forschung und ­arbeitet als Schriftstellerin. ­Ihr erster Roman Sperrgut (park x ullstein, 2026) wurde ­bereits vor Erscheinen mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Alfred-Döblin-Preis. Sie lebt und arbeitet in München. Der Tag von oben geht auf ihre Zeit als Writer in Residence 2025 in Gelsenkirchen zurück.

Hinweise zum Gebrauch

Die Grüne Woche lebt auch von eurem Mittun:
Der Letterman freut sich nicht nur über eure kritischen Kommentare, sondern eben auch über Hinweise zu Veranstaltungen, Treffen, einfachen Zusammenkünften und und und ... Sendet diese bitte jeweils bis spätestens donnerstags ganz einfach an diegruenewoche@gruenege.de

Die GRÜNE WOCHE #37 kommt am 4.9. direkt in dein Postfach.

Hinweis: Teile der Texte dieser Grünen Woche sind mit Hilfe des Grünerators (Grüne-KI) erstellt.
 
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen
Christoph Lammert
Ebertstraße 28
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