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Ilustration: C. Lammert

Als ich das Buch „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird“ von Saša Stanišić entdeckte, löste dies eine plötzliche Erinnerung in mir aus. Ich musste mich daran erinnern, dass es mir ganz ähnlich erging:
Es entstand eine echte Verwirrung darüber, wie aus einer eigentlich richtigen Form – dem Fluss des Stroms – plötzlich eine falsche wurde. Das Rechteck der technischen Zeichnung suggerierte eine Statik und eine Linearität, die der physikalischen Realität widersprach. Formen sind eben nicht bloß geometrische Abstraktionen; sie prägen unser Verständnis von der Welt. Während der Kreis für Einheit, Ganzheit und den ewigen Kreislauf steht, symbolisiert das Rechteck oft Stabilität, aber auch Begrenzung und Starrheit. Das Dreieck hingegen verkörpert Dynamik, Spannung oder eine klare Richtung. Wenn wir die falsche Form wählen, um eine Wahrheit abzubilden, verzerren wir die Realität.

Dieser Verlust der passenden Form überträgt sich heute auf unsere gesamte Gesellschaft. Es scheint, als seien wir kollektiv aus der Form geraten. Wir scheitern immer wieder daran, die richtige Gestalt für unser Miteinander zu finden (oder daran, dass unser Gegenüber ganz bewusst die falsche Form wählt) – sei es im privaten Umgang, in hitzigen Auseinandersetzungen oder in den politischen Diskursen. Oft verhärten sich Gespräche zu unnachgiebigen Rechtecken aus Dogmen und Fronten, während wir eigentlich kreisförmige Prozesse der Verständigung und des Zuhörens bräuchten. Wir bewegen uns in Mustern, die nicht mehr zur Komplexität unserer Zeit passen, und verlieren dabei den Blick für die gemeinsame Basis.

Wir dürfen und müssen uns auch mal mit einem dynamischen Dreieck als Richtungsanzeiger „vor die Lage“ bringen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich für uns Grüne natürlich auch die entsprechende Frage: Wie finden wir in unserer Arbeit wieder die richtigen Formen? Es geht darum, wie wir kommunizieren, wie wir debattieren und wie wir unsere Wahlkämpfe gestalten, um in unseren Kommunen, im Land und in unserem Tun wieder wirklich „formidabel“ zu erscheinen. Wir müssen weiter Wege finden, die weder in starrer Ideologie noch in formloser Beliebigkeit münden, sondern eine Form der politischen Gestaltung etablieren, die einladend, lösungsorientiert und mutig zugleich ist. Es gilt also, Formen zu entwickeln, die trotz aller Widerstände unsere Überzeugungen und Werte als Orientierung anbieten. Das muss aber auch heißen dürfen, dass wir uns mit mal mit einem dynamischen Dreieck als Richtungsanzeiger „vor die Lage“ bringen.

Und damit wir nicht wieder falschen Formen anheimfallen, hilft womöglich ein Gedanke des französischen Schriftstellers, Malers und Grafikers Francis Picabia: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“
Diese runde Form unseres Kopfes ist die Voraussetzung für Flexibilität und Offenheit. Wenn wir diese Beweglichkeit in unser Handeln übersetzen, finden wir wahrscheinlich genau die (richtige) Form, die es uns ermöglicht, gesellschaftliche Blockaden zu lösen und stärker voranzugehen.

Bleibt in Form.
Euer Letterman

Zur Landtagswahl 2027

Einstimmig haben die Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen İlayda Bostancıeri als Direktkandidatin für den Landtagswahlkreis 74 / Gelsenkirchen II aufgestellt.

Das Ergebnis ist ein starkes Zeichen des Vertrauens in Bostancıeri, die bereits seit 2022 im Landtag sitzt.„İlayda Bostancıeri hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, mit wie viel Engagement, Fachkompetenz und Leidenschaft sie Politik gestaltet. Als Sprecherin für Frauen, Gleichstellung und Queerpolitik hat sie sich u.a. erfolgreich dafür eingesetzt, dass Gelsenkirchen endlich ein zweites Frauenhaus bekommt und das Landesantidiskriminierungsgesetz entscheidend mit geprägt. Sie hat sich mit Nachdruck für die Interessen der Menschen in Gelsenkirchen eingesetzt und zum Beispiel die Altschuldenlösung mit erkämpft. Darauf sind wir stolz“, erklärt der Kreisverband in einer entsprechenden Pressemitteilung vom 2. Juli.

„Ich freue mich sehr über das immense Vertrauen meines Kreisverbands! Ich habe noch viel vor und große Lust, mich fünf weitere Jahre für die Menschen in Gelsenkirchen einzusetzen. Wir haben noch viel zu tun.”
İlayda Bostancıeri

Wahlkreisversammlung für Gelsenkirchen I und Recklinghausen V

Herzlich laden die Kreisverbände Gelsenkirchen und Gladbeck euch zur Wahlkreisversammlung am 13.07.2027 um 18.30 Uhr in das Pfarrzentrum St. Maria Himmelfahrt, Goldbergstr. 11 in 45894 Gelsenkirchen ein.
Wir bestimmen eine:einen Direktkandidat:in für den die kommende Landtagswahl NRW in 2027 für den Wahlkreis 73 Gelsenkirchen I und Recklinghausen V.


Für den Direktwahlkreis 73 Gelsenkirchen I und Recklinghausen V hat bisher Derya Halici ihre Kandidatur erklärt:
Ich bin in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen und dort tief verwurzelt. Als Enkelin eines Bergmanns und Tochter eines Schlossermeisters komme ich aus einer Arbeiterfamilie, in der Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit eine große Rolle gespielt haben. Diese Prägung begleitet mich bis heute … Politik ist für mich ein Lernprozess: zuhören, verstehen, vernetzen und daraus wirksameLösungen entwickeln. Gute Politik muss anschlussfähig sein und im Alltag der Menschen wirken.

➡️
Mehr dazu erfahrt ihr auf der Wahlkreisversammlung


Das Grüne Woche-Horoskop

Foto: stock.adobe.com / begrünt mit dem KI-Grünerator

Wie uns die Sterne stehen – Wochenausblick:
Kosmische Kurskorrekturen

In der kommenden Juli-Woche begegnet uns politisch wieder diese typische „Formlosigkeit“ – jener Zustand, in dem Entscheidungen wie Wackelpudding wirken und klare Kanten womöglich im Nebel der Konsensfindung verschwinden.
Doch anstatt an dieser Unbestimmtheit zu verzweifeln, sollten wir sie philosophisch als eine Art „politischen Zen-Moment“ betrachten. Formlosigkeit ist perse kein Mangel an Struktur, sondern die Einladung, neue, flexiblere Wege auszuprobieren, bevor die alte Bürokratie uns wieder in starre Raster presst.


⭐Kommunikationsmut und soziale Wärme
Für die Zwillinge ist der Dienstag trotz aller systemischen Widerstände der günstigste Zeitpunkt, um frischen Wind in die Kommunikation zu bringen.
Wer jetzt mutig neue Formate wagt – weg vom klassischen Statement, hin zum echten Dialog –, kann festgefahrene Fronten aufbrechen. Die Krebse hingegen können am Donnerstag mit ihrer natürlichen Fürsorglichkeit glänzen. In der oft technokratisch geführten Sozialstaatsdebatte punktet ihr genau dort, wo ihr das Menschliche hinter die Paragraphen stellt und zeigt, dass soziale Gerechtigkeit das Herzstück jeder ökologischen Transformation ist.

⭐Wachsamkeit im Wasser-Element
Fische und Skorpione sollten besonders am Montag und Freitag eine Portion Achtsamkeit mitbringen. Es gibt derzeit einige vielversprechende politische Konstellationen, die jedoch so fragil sind wie ein frisch gepflanzter Stadtgarten. Ein zu impulsiver Vorstoß oder eine ironische Spitze zur falschen Zeit könnten diese guten Chancen vermasseln. Die Sterne raten hier zu strategischer Zurückhaltung: Beobachten, analysieren und erst dann handeln, wenn das Timing wirklich stimmig ist.

⭐Bauchgefühl gegen Merkur-Chaos
Die Steinböcke dürfen sich in dieser Woche eine kleine Rebellion gegen die Logik gönnen. Während der rückläufige Merkur die Weitsicht trübt und Pläne im Chaos versinken lässt, ist paradoxerweise genau jetzt das Bauchgefühl der zuverlässigste Kompass. In der grünen Politik gibt es Momente, in denen die reine Ratio an ihre Grenzen stößt; hier hilft nur noch die Intuition für das Richtige. Vertraut euren Hörnern und eurem Instinkt – er sieht oft schon die Lösung, bevor sie im Protokoll steht.

⭐Das Wochenende als Leuchtturm
Das kommende Wochenende verspricht uns eine energetische Regeneration und den nötigen Raum für Klarheit. Wenn wir diese Zeit nutzen, um unsere Visionen zu schärfen und uns innerlich neu zu ordnen, können wir die darauffolgende Woche so formidabel angehen, dass eine bemerkenswerte Wirkung eintritt:
Selbst die widerspenstigsten Esel im politischen Betrieb werden sehnsüchtig zu den grünen Sternen blicken. Nicht aus plötzlicher Überzeugung, sondern weil unsere Ausstrahlung von Klarheit und Zuversicht so ansteckend wirkt, dass selbst die größte Sturheit ins Wanken gerät.



Auch ohne NordBuero wird das grüne Engagement im Stadtteil nicht in den Niederungen von Hinterzimmern verschwinden, denn das etablierte Nord-Treffen wird es weiterhin geben. An jedem 1. Dienstag im Monat laden Die Grünen im Gelsenkirchener Norden – und Osten – zu regem Austausch und Begegnung ein, jetzt eben nur in wechselnden Locations.

Mittwoch / 8.7. / 18:30 Uhr
Biergarten Kokerei Hassel
Marler Str. 100

Also: Euch liegt etwas auf dem Herzen, ihr wollt einfach nur quatschen, oder uns kennenlernen? Dann seid ihr herzlich eingeladen, auch diese Mal dabei zu sein.

Tut Gutes, um unsere Stadt grüner zu gestalten.
Deine Spende macht's.


Ob als Mitglied oder Sympathisant*in: Dein Beitrag stärkt Sichtbarkeit und Einfluss unserer Arbeit. Deine Spende hilft, zum Beispiel um Veranstaltungen, öffentliche Präsenz, den kommenden Landtagswahlkampf und noch mehr Dialog zu ermöglichen: Infoveranstaltungen, Debatten, Aktionen vor Ort, transparente Kommunikation und und und.

Jede Spende – so viel du kannst, so viel du willst – macht mehr Grün in Gelsenkirchen – und im Land.

Vielen Dank für deine Unterstützung!💚

➡️ Wie und wohin du spenden kannst

Sing our Songs

Zwei Abende mit internationalen Arbeiter- und Streikliedern in der ehemaligen Kirche St. Mariä Himmelfahrt. Gesang ist seit jeher ein zentraler Bestandteil von Arbeitskämpfen. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen lädt in Kooperation mit dem MiR und der katholischen Kirchengemeinde St. Urbanus dazu ein, historische Lieder als Form gelebter Solidarität zu erfahren. Lokalhistorisches Liedgut wird hier ebenso eine Rolle spielen wie internationale Perspektiven. Ein Projekt im Programm der Manifesta 16 Ruhr.

Kostenlose Tickets erhältlich im Kunstmuseum Gelsenkirchen oder Anmeldung unter kunstmuseum@gelsenkirchen.de und telefonisch unter +49 (0)209 169 4377.

04. und 09. Juli 2026,
19:00 Uhr,
Kirche St. Mariä Himmelfahrt
Goldbergstraße 11

Kostenlose Tickets erhältlich im Kunstmuseum Gelsenkirchen oder Anmeldung unter kunstmuseum@gelsenkirchen.de und telefonisch unter +49 (0)209 169 4377

Foto u. Text: Stadt Gelsenkirchen


Bild der Woche


Habt ihr's schon gewußt?
Die Wandfarbe im Büro unseres großen Vorsitzenden Felix ist neuerdings ein Altrosa. Er selbst sagt dazu „Flamingo“. Der genaue Farbton entspricht dem RAL-Standard RAL 3012. Es wird spekuliert, die Wandfarbe sei Teil seiner progressiven Ausrichtung ...
 

Hinweise zum Gebrauch:

Die Grüne Woche lebt auch von eurem Mittun:
Der Letterman freut sich nicht nur über eure kritischen Kommentare, sondern eben auch über Hinweise zu Veranstaltungen, Treffen, einfachen Zusammenkünften und und und ... Sendet diese bitte jeweils bis spätestens donnerstags ganz einfach an diegruenewoche@gruenege.de

Die GRÜNE WOCHE #29 kommt am 10.7. direkt in dein Postfach.

Hinweis: Teile der Texte dieser Grünen Woche sind mit Hilfe des Grünerators (Grüne-KI) erstellt.
 
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen
Christoph Lammert
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