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Das Musiktheater hat sich ein neues Design verpasst. Und ich bin schwer begeistert. Und wenn das MiR-Design ab der kommenden Spielzeit (oder muss ich hier doch besser Saison sagen?) im neuen, alten, kräftigen Gelsenkirchener Blau erstrahlt, wirkt das für mich doch fast wie ein kleiner, ästhetischer Umbruch.

Denn es fühlt sich so an, als hätte jemand den grauen Schleier der Routine ein Stück weit gelüftet, um den Blick auf etwas Größeres freizugeben. Diese „neue Farbe“ ist mehr als nur ein Design-Statement (und ein Bekenntnis zur Stadt); sie ist eine Einladung zum Träumen. Blau steht für die Tiefe des Ozeans und die Unendlichkeit des Himmels – und genau diesen Himmel braucht unsere Stadt, um über sich hinauszuwachsen. In einer Stadt, in der alles künstlerische und kulturelle – das institutionelle wie auch besonders das frei wirkende – oft die letzte Bastion der Hoffnung sind, kann und muss ein solcher Farbakzent zeigen: Hier ist noch Raum für Visionen, hier kann sich etwas entfalten.

Doch bei aller Begeisterung für dieses „blaue Wunder“ drängt sich für mich, für uns, ein politisches Feuilleton-Problem auf: Wie viel Blau verträgt unser Grün eigentlich?

Wenn wir die Farbmischung der Gelsenkirchener Stadtentwicklung betrachten, stellt sich die Frage nach dem richtigen Mischverhältnis. In der Theorie klingt Blau als Farbe der Weite wunderbar. In der politischen Praxis unserer Stadt hat sich das (verwaltete) Blau vielleicht oft als ein bedrohliches, trübes Pigment erwiesen. Womöglich haben wir es in der Kommunalpolitik zu oft erlebt, dass Blau als Farbe für glänzende, aber völlig substanzlose Versprechen missbraucht wurde. Das ist (war) ein Blau, das eher blendet als beleuchtet. Und besonders schlimm: Da gedeiht auch noch ein unkrautig wachsendes „Blau“, das mit Versprechen auf sichere Heimat, Ordnung und Aufstieg lockt, aber am Ende nicht mal die alte, mühsame Reparaturpolitik, sondern nur substanzlose und verachtende Rhetorik hinterlässt. Solche blauen Heilsversprechen sind nicht nur wirkungslos, sie sind schädlich, weil sie die Energie für echte, nachhaltige Veränderungen absaugen und am Ende mehr Schaden als Nutzen für unser gesellschaftliches Gefüge in dieser Stadt anrichten.

Ein „Aufstiegsplan“ für Gelsenkirchen kann also nicht allein auf der Farbe Blau basieren. Ein rein blaues Konzept wäre zu flach, zu oberflächlich – es wäre nur eine hübsche Fassade ohne Fundament. Wir brauchen keine Illusionen, die uns in einem künstlichen Himmel gefangen halten, sondern eine Politik, die fest auf dem Boden der Tatsachen steht und dennoch nach oben strebt.

Die entscheidende Frage für unsere gemeinsame Zukunft lautet daher: Wie viel Grün braucht Gelsenkirchen, damit wir im Morgen noch alle glücklich sind?

Wir brauchen das Grün der Transformation – die Farbe der ökologischen Erneuerung, der sozialen Resilienz und der wirtschaftlichen Zukunftssicherung. Wir brauchen ein Grün, das nicht nur eine politische Farbe ist, sondern ein lebendiges Versprechen für eine Stadt, die atmet, die wächst und die ökologisch wie sozial stabil bleibt.

Nur wenn wir die Tiefe des Blauen mit der Vitalität des Grüns verbinden – der Vision mit der Tatkraft –, können wir sicherstellen, dass auch das neue Design am MiR nicht nur ein kurzer Lichtblick bleibt, sondern der Beginn einer Ära wird, in der Gelsenkirchen wieder richtig aufblüht.

Ich mach dann mal blau ...
Euer Letterman

Übrigens: Vom neuen MIR-Design könnt ihr euch hier begeistern lassen


Die Herausforderungen in unserer Stadt und im Land erfordern aktives Gestalten und eine starke, geeinte Gemeinschaft.
In unserer kommenden Mitgliederversammlung wollen wir genau hier ansetzen: Wir wollen gemeinsam diskutieren, strategisch planen und die Weichen für unsere nächsten politischen Schritte stellen.
💚 Deine Meinung, deine Ideen und deine Perspektive sind dabei natürlich unverzichtbar. Nur wenn wir unsere Visionen aktiv diskutieren und als Verbund zusammenarbeiten, können wir echte Veränderungen bewirken. Nutze bitte die Gelegenheit, um mitzugestalten, wichtige Entscheidungen mitzutragen und dich mit Gleichgesinnten auszutauschen.💚

Wir freuen uns auf ein inspirierendes Treffen voller neuer Impulse und auf ein konstruktives Miteinander!

Mitgliederversammlung im Grünen Zentrum
10.06.26 / 18:30 Uhr

MACHEN, WAS GELSENKIRCHEN BRAUCHT.


Das Grüne Woche-Horoskop

Wir brauchen die Balance aus diplomatischer Klarheit und leidenschaftlicher Überzeugung …

Montag bis Mittwoch: Zwischen Vision und Verständlichkeit
Die Woche beginnt unter einem Stern der Reflexion. Besonders der Dienstag bietet den idealen kosmischen Moment, um innezuhalten und zu fragen: Sind unsere Positionen nur Verwaltung des Bestehenden oder echte Visionen für das Morgen? Nutze die aktuelle Planetenkonstellation, um komplexe politische Forderungen in einfache Sprache zu übersetzen. Wenn die Sterne klar stehen, wird es auch für unsere Mitmenschen leichter, die Logik hinter dem ökologischen Umbau zu verstehen – weniger Fachjargon, mehr Herzschlag.

Donnerstag: Die Stunde der Stiere
Während viele in Hektik verfallen, ist der Donnerstag der Tag der Erdung. Besonders für die Stiere unter uns ist dies der perfekte Zeitpunkt, um ihre natürliche Geduld und Zuverlässigkeit zu nutzen. Neue, vielleicht noch gewagte Ideen brauchen ein stabiles Fundament. Wer heute die Ausdauer aufbringt, die Details auszuarbeiten, schafft die Basis für Projekte, die nicht nur gut klingen, sondern auch Bestand haben.

Zwillinge im Aufwind: Kommunikation als Werkzeug
Für die Zwillinge ist der Freitag der Tag des Durchbruchs. Nutzt eure angeborene Neugier und euer kommunikatives Talent, um in Debatten Brücken zu bauen und in Aktionen Schwung zu bringen. Es ist die ideale Zeit, um rhetorisch geschickt Argumente zu platzieren, ohne belehrend zu wirken. Eure Fähigkeit, verschiedene Perspektiven zu verbinden, ist gerade jetzt der Schlüssel für erfolgreiche politische Mobilisierung.

Umgang mit dem Scheitern: Philosophische Gelassenheit
Sollten Pläne in dieser Woche ins Leere laufen, betrachten wir dies nicht als Niederlage, sondern als notwendiges Feedback des Systems. Politische Arbeit ist ein iterativer Prozess. Anstatt zu verzweifeln, hilft ein optimistischer Blick: Scheitern ist oft nur die Vorstufe zu einer präziseren Lösung. Wer lernt, mit dem Unvollkommenen zu leben, gewinnt die emotionale Kraft zurück, die für den langen Atem der Transformation nötig ist.

Diplomatie vs. Leidenschaft: Die Balance finden
Die Sterne mahnen uns: Reine Diplomatie kann steril wirken und den Kern der Sache verwässern. Während ein respektvoller Ton verbindet, ist es die Leidenschaft und die Emotionalität, die Menschen wirklich bewegt. Es macht keinen Sinn, die eigenen Gefühle für die Sache zu verstecken. Wenn wir Diplomatie als Rahmen und Emotion als Motor nutzen, wird unser politisches Wirken authentisch und überzeugend.

Das Wochenende: Realismus für Krebse und Steinböcke
Am Samstag und Sonntag sollten Krebse und Steinböcke ihre gegensätzlichen Stärken bündeln. Die intuitive Empathie der Krebse trifft auf die strukturierte Disziplin der Steinböcke. Diese Verbindung ist die Geheimzutat für einen „grünen Realismus“: Ideen, die sowohl menschlich greifbar als auch technisch machbar sind. Nutzt die Ruhe des Wochenendes, um Netzwerke zu knüpfen, die in der kommenden Woche pragmatische Lösungen mit visionärem Anspruch zum Leuchten bringen.


Wie uns die Sterne stehen – Wochenausblick:
Die Woche steht im Zeichen der Transformation. Wir nutzen die ersten Tage, um politische Visionen in einfache, verständliche Sprache zu übersetzen. Während uns Stabilität für neue Ideen stärkt, können wir durch kommunikative Energie Debatten beleben. Geht etwas schief, sehen wir es als Lernchance, nicht als Rückschlag. Wir brauchen die Balance aus diplomatischer Klarheit und leidenschaftlicher Überzeugung. Am Wochenende bündeln sich Empathie und Struktur – die ideale Basis, um den grünen Realismus der kommenden Woche zum Leuchten zu bringen. 

Grüner Stammtisch


Der grüne Stammtisch ist der beliebte Treffpunkt für Begegnung und Austausch. In (berüchtigt) lockerer Runde können hier Themen, die auf den berühmten Nägeln brennen, diskutiert und verhandelt werden. So seriös wie nötig, aber ebenso heiter und ausgelassen wie möglich.
Gleichzeitig aber bietet der Stammtisch immer ausreichend Gelegenheit, auch jenseits aller (grünen) politischen Exkursionen und Exkurse, feine und sinnstiftende Gespräche „über Gott und die Welt“ zu führen.

Donnerstag, 28.05. / 19:30 Uhr
ROSI
Weberstraße 18

Du willst mitreden? Du hast Ideen für unsere Stadt oder einfach Lust auf gute Gespräche in entspannter Runde?
Ob Mitglied, Unterstützer*in oder einfach neugierig – alle sind willkommen.💚
Lass uns gemeinsam über aktuelle Themen sprechen, Pläne schmieden und neue Perspektiven teilen.

Tour ins Grün – Bist du dabei?


Und so läuft's: Wir starten am 30. Mai um 11 Uhr am Stölting Marina und radeln gemeinsam zum Wolterhof
(Middelicher Str. 194, GE‑Resse). Die Tour endet gegen 13 Uhr – dort freuen wir uns, wenn du dich zum gemütlichen Beisammensein anschließt. Wer nicht mitfahren kann, ist herzlich eingeladen, einfach zum Nachmittagstreff um 13 Uhr zu kommen.
Am Ziel erwartet dich Erfrischungen (und mehr) im Wolterhof, bei dem du dich mit anderen engagierten Menschen austauschen kannst. Wir freuen uns auf deine Teilnahme.

Melde dich – falls noch nicht geschehen – bitte unbedingt bei Carsten, wenn du an der Radtour teilnimmst oder ohne Tour zum Wolterhof kommst, damit ein Tisch reserviert werden kann. Danke.
carsten.heidenfelder@gruenege.de
  

Tipp für die grüne Abendgestaltung

Auch ohne NordBuero wird das grüne Engagement im Stadtteil nicht in den Niederungen von Hinterzimmern verschwinden, denn das etablierte Nord-Treffen wird es weiterhin geben. An jedem 1. Dienstag im Monat laden Die Grünen im Gelsenkirchener Norden – und Osten – zu regem Austausch und Begegnung ein, jetzt eben nur in wechselnden Locations.

Dienstag / 2.6. / 18:30 Uhr
SCHLÖSSKEN, Schloss Berge
Adenauerallee 103

Also: Euch liegt etwas auf dem Herzen, ihr wollt einfach nur quatschen, oder uns kennenlernen? Dann seid ihr herzlich eingeladen, auch diese Mal dabei zu sein.

Tut Gutes, um unsere Stadt grüner zu gestalten.

Ob als Mitglied oder Sympathisant*in: Dein Beitrag stärkt Sichtbarkeit und Einfluss unserer Arbeit.
Deine Spende hilft, um Veranstaltungen, öffentliche Präsenz und noch mehr Dialog zu ermöglichen: Infoveranstaltungen, Debatten, Aktionen vor Ort, transparente Kommunikation und und und. Jede Spende – klein oder groß – macht mehr Grün in Gelsenkirchen.

Vielen Dank für deine Unterstützung!💚

➡️ Wie und wohin du spenden kannst

Heute und morgen:
Kulturpicknick auf Consol

… lädt Groß und Klein ein, umsonst und draußen rund um die Trendsportanlage im Consolpark Kunst und Kultur zum Mitmachen zu erleben. An zwei Tagen (Fr 15-20 Uhr, Sa 10-20 Uhr) gibt es ein Bühnenprogramm mit Musik, Tanz und Poetry. Der Samstag steht zudem ganz im Zeichen des kreativen Miteinanders: Workshop- und Aktionsangebote richten sich an Kinder, Familien und Kulturinteressierte jeden Alters.
Moderiert wird das Kunst- und Kulturprogramm an beiden Tagen von Yussra Al Aswad. Die Trendsportanlage ist geöffnet, Gelsensport verleiht kostenlos Spiel- und Sportgeräte.
Picknickdecken, Klappstühle, Liegen und Picknickkörbe können gern mitgebracht werden - Picknickdecken können gegen Pfand auch vor Ort ausgeliehen werden. Auch Sitzgelegenheiten sind begrenzt vorhanden (Text: Stadt GE)

22. und 23. Mai
Kulturgebiet Consol
Bismarckstraße 240

➡️ Mehr zum Programm findet ihr hier

Yellow Moon im Alfred-Zingler-Haus


Jan Bierther & Bianca Körner
Jazz, Pop & Soul

Bianca Körner studierte bis 2007 an der Folkwang Udk Jazzgesang. Sie schreibt und arrangiert Stücke für ihre eigenen Bandprojekte. Mit dem Gitarristen Jan Bierther tritt sie seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Besetzungen auf.

Jan Bierther hat an der Amsterdamer Hochschule der Künste / Hilversum Jazzgitarre studiert und an zahlreichen Konzerten, Theater-Produktionen und CD-Veröffentlichungen mitgewirkt. „Sehr virtuos, ein wirklich toller Jazzgitarrist“ so beschreibt der NDR den Essener Musiker Jan Bierther. Das Magazin Gitarre & Bass schätzt seine „Vielseitigkeit und unterhaltsame Offenheit“, und das Good Times Magazin würdigt seine aktuelle CD überschwänglich: „Der schlagende Beweis dafür, dass Jazz aus Deutschland jedem Vergleich mit internationalen Produktionen locker standhält.“

31.05. / 19:30
Margaretenhof 10-12

Einlass 19:00 | Eintritt frei

Reservierung per Mail erforderlich an

veranstaltungen.ini.azh@gmx.de

Hinweise zum Gebrauch:

Die Grüne Woche lebt auch von eurem Mittun:
Der Letterman freut sich nicht nur über eure guten und konstruktiven Kommentare, sondern eben auch über Hinweise zu Veranstaltungen, Treffen, einfachen Zusammenkünften und und und ...

Sendet eure Hinweise bitte jeweils bis spätestens donnerstags ganz einfach an diegruenewoche@gruenege.de

Die GRÜNE WOCHE #23 kommt am 29.5. direkt in dein Postfach.

 
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen
Stephan Tondorf
Ebertstraße 28
45879 Gelsenkirchen
Deutschland
kv@gruenege.de
www.gruenege.de