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Zerstörtes Klassenzimmer mit Tischen und Tafeln in einer Schule in Pripyat


Am 26. April 1986
erschüttert das Kernkraftwerk Tschernobyl in der Nähe der ukrainischen Stadt Prypjat eine derart gewaltige Explosion, dass der größte Teil des Reaktors 4 zerstört wird und massive Mengen radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre gelangen.

Die Explosion löst einen Feuerball aus, der das Containment‑Gebäude durchbohrt; in den folgenden Tagen verbreiten sich die Wolken aus Cäsium‑137 und Jod‑131 über weite Teile Europas. Tausende Menschen müssen evakuiert werden, während Arbeiter und Feuerwehrleute unter tödlicher Strahlung versuchen, das Unglück zu begrenzen – viele von ihnen bezahlen dafür mit ihrem Leben. Die Folgen reichen bis heute: kontaminierte Böden, verlassene Städte und ein bleibendes Mahnmal für die Gefahren, die mit Kernenergie einhergehen.



„Tschornobyl bleibt eine offene Wunde, die nicht heilen kann…“
Shaun Burnie / Strahlenexperte, Greenpeace Ukraine


Tschernobyl ist mehr als ein historisches Ereignis – es ist ein Spiegel, in dem wir unser Verhältnis zur Macht der Natur und zu unserer eigenen Hybris erkennen. Dort, wo einst ein technisches Wunder in einer Katastrophe zerbrach, hätte uns die Stille der verbrannten Erde lehren können, dass wahre Sicherheit nicht aus Beton und Kühlkreisläufen entsteht, sondern aus Respekt, Demut und der Bereitschaft, die Grenzen unseres Wissens anzuerkennen. Stattdessen haben wir die Lehren scheinbar vergessen und lassen uns erneut von der Verlockung eines schnellen, vermeintlich unerschöpflichen Energiereichtums verführen.

Die aktuelle (und seit Jahren immer wiederkehrende) Debatte über eine Wiederbelebung der Atomkraft wirkt wie ein Versuch, die Vergangenheit zu überholen, ohne die darin verborgenen Fragen zu stellen. (Anm. vom Letterman: Ich glaube, dass wir Grüne uns viel lauter und wahrnehmbarer in diese Debatte einmischen müssen). Wer glaubt, dass neue Reaktoren die alten Fehler einfach „reparieren“ können, verkennt die grundsätzliche Erkenntnis, dass jede Form von Kernenergie ein unauflösliches Risiko birgt – ein Risiko, das nicht durch bessere Technik, sondern durch das Prinzip der Unumkehrbarkeit begrenzt wird. In einer Zeit, in der wir die Möglichkeiten von Sonne, Wind und Speichertechnologien bereits praktisch greifen können, ist die Rückkehr zu einer Technologie, die jahrzehntelang ungelöste Endlager‑ und Sicherheitsprobleme mit sich bringt, weder ein visionäres Vorwärtsstreben noch eine tragfähige Lösung für die Energiezukunft.

Ein sachlicher, völlig unverklärter und unideologischer Blick könnte die Debattierenden und die neuen Befürworter lehren, dass Fortschritt nicht darin besteht, alte Pfade erneut zu beschreiten, sondern neue Wege zu erschließen, die im Einklang mit den natürlichen Kreisläufen stehen. Wenn wir wirklich aus Tschernobyl lernen wollen, müssen wir die Angst vor dem Unbekannten in eine konstruktive Neugierde verwandeln, die erneuerbare Energien nicht als Kompromiss, sondern als das eigentliche Ziel begreift. Nur dann können wir eine Energiepolitik formen, die nicht auf das Wiederaufleben einer gefährlichen Vergangenheit setzt, sondern auf das mutige Gestalten einer nachhaltigen, gerechten und sicheren Zukunft.


No nukes at all.
euer Letterman

▶️ Eine FilmDoku-Empfehlung zum Thema: Tschernobyl - Der Insiderbericht 
▶️ Bild der Woche

Themenabend: Balkonkraftwerk

🌿 Strom selbst machen, aber richtig! 🌞
Themenabend: Balkonkraftwerke – klein, aber oho!

Andreas weiß, wie’s geht: Er zeigt uns, wie man mit Balkonkraftwerken nicht nur die Stromrechnung drückt, sondern auch noch das Klima rettet. Und das ganz ohne Atomkraftwerk im Garten. 😉 Ob Mieter:in oder Hausbesitzer:in, ob Technik-Fan oder Neuling, hier gibt’s Infos, Tipps und Antworten auf eure Fragen!
Kommt vorbei, bringt Fragen und Freund:innen mit und lasst uns gemeinsam die Energiewende auf den Balkon holen!

27.04.2026
18:30 - 20:30 Uhr

Grünes Zentrum,
Ebertstraße 28, Gelsenkirchen

Also, bis später💚


Das Grüne Woche-Horoskop


Diese Woche wird ein aufregendes astrologisches Gemisch, das dir mal wieder ernsthafte als auch humorvolle Impulse für deine grüne Woche bietet. Egal, ob du dich mit Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit oder der Förderung nachhaltiger Initiativen beschäftigst – die Sterne haben einiges für dich in petto.

Krebse können sich am Dienstag besonders freuen! An diesem Tag gibt es eine günstige Konstellation, die es euch ermöglicht, eure positive Energie und euren Optimismus in die Welt zu tragen. Es ist die perfekte Zeit, um neue Ideen zu entwickeln und inspirierende Gespräche zu führen. Also, liebe Krebse, schnappt euch eure besten Argumente und überzeugt eure Mitmenschen von den Vorzügen einer grünen Politik!

Trotz der herausfordernden Aspekte von Saturn, Neptun, Merkur und Mars ist es wichtig, in aller Ruhe zu agieren. Diese Einflüsse können Unsicherheit und Missverständnisse hervorrufen, aber auch kreative Lösungen fördern. Nutze die Zeit am Mittwoch, um dich auf die wesentlichen Themen zu konzentrieren. Ein ruhiger und sachlicher Austausch kann helfen, die Wogen zu glätten und neue Perspektiven zu gewinnen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – und manchmal ist dieser Weg mit etwas Humor gepflastert!

Am Donnerstag wird der fast vollendete Vollmond eine erhellende Wirkung auf schwierige Situationen haben. Nutze diese Energie, um dich von lästigen Ärgernissen zu befreien. Es ist genau die Zeit, um klare Entscheidungen zu treffen und alte Themen abzuschließen. Vielleicht könnest du sogar eine kleine „Vor-Vollmond-Politik-Party“ veranstalten, um gemeinsam mit Gleichgesinnten die Herausforderungen des Alltags zu besprechen und zu bewältigen. 
Zudem scheint der Donnerstag besonders günstig, um politische Gegner zu einer steilen These zu provozieren. Also: Die Energie des Tages nutzen, um kontroverse Fragen aufzuwerfen und spannende Diskussionen anzustoßen. Es ist der ideale Zeitpunkt, um innovative Ansätze grüner Politik zu präsentieren und vielleicht sogar einige skeptische Stimmen für deine Sache zu gewinnen. Wer nicht provoziert, der wird nicht gehört!

Ab Freitag stärken Sonne und Jupiter deine Strategien. Diese beiden Himmelskörper bringen Optimismus und Expansion, was bedeutet, dass es an der Zeit ist, mal wieder so richtig große froschgleiche Sprünge zu machen, neue Projekte zu starten oder bestehende Initiativen zu erweitern. Dein Enthusiasmus wird ansteckend sein und andere dazu inspirieren, sich deiner Vision anzuschließen.

Zum Wochenende dürfen sich die grünen Steinböcke besonders freuen. Die Konstellationen deuten darauf hin, dass eure praktischen Ansätze und eure Disziplin belohnt werden. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, an einem bedeutenden grünen Projekt zu arbeiten, das eure Fähigkeiten und euer Engagement in den Vordergrund stellt. Nutzt das Weekend um euch mit Gleichgesinnten auszutauschen und eure Ideen zu verfeinern.

Kurz gesagt: Diese Woche ist eine spannende Zeit für alle, die sich für grüne Politik engagieren. Mit einer Mischung aus Optimismus, strategischem Denken und der Bereitschaft auch einfach mal zu springen. Herausforderungen mit Humor zu begegnen, kann positive Veränderungen bewirken. Lassen wir uns von den Sternen leiten und genießen wir die gemeinsame Reise! 

 

»Heraus, heraus…!«


Am 1. Mai feiern wir den Internationalen Tag der Arbeit, einen besonderen Tag, der nicht nur den Arbeitnehmer:innen gewidmet ist, sondern auch für Solidarität, Gerechtigkeit und Demokratie steht.


Der 1. Mai erinnert uns an die Errungenschaften der Arbeiterbewegung.
Durch unsere Teilnahme an Demonstrationen und Kundgebungen setzen wir ein Zeichen für die Rechte aller Beschäftigten und fordern faire Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne und soziale Sicherheit. An diesem Tag versammeln sich Menschen aus verschiedenen Berufen und sozialen Schichten, um gemeinsam für ein besseres Leben zu kämpfen. Solidarität bedeutet, dass wir uns gegenseitig unterstützen und für die Belange aller eintreten, insbesondere für die Schwächeren in unserer Gesellschaft.
Der 1. Mai ist aber auch ein Tag, um für unsere demokratischen Werte einzustehen. In vielen Ländern sind diese Werte bedroht, und es liegt an uns, für Freiheit, Gleichheit und die Rechte aller Menschen einzutreten. Indem wir unsere Stimmen erheben, stärken wir die Demokratie und zeigen, dass wir uns nicht mit weniger als unseren grundlegenden Rechten zufriedengeben.

Also, es gilt gemeinsam ein starkes Zeichen setzen! Kommt zu den Demonstrationen und Kundgebungen, bringt eure Freunde und Familien mit und zeigt, dass wir für eine gerechte und solidarische Gesellschaft stehen. Jeder von uns zählt – für Arbeit, Solidarität und Demokratie!

ab 10:30 
Demonstrationszug
Margarete-Zingler-Platz

ab 11:15
Kundgebung & Familienfest
Stadtgarten, Musikpavillon

💚Grüner Info-Stand im Stadtgarten💚

„Ideen.Vielfalt.“ 
Vielfaltskongress in Gelsenkirchen


Du siehst Vielfalt als Stärke und hast eine Vielfalt an Ideen, die nur darauf warten, Realität zu werden? Dann komm zu Ideen.Vielfalt, unserem Vielfaltskongress am 09. Mai, von 12:00 bis 18:30 Uhr in Gelsenkirchen.

Freu Dich auf ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit inspirierenden Gästen, wie Rose Mondy, Miss Germany 2026 und Streamerin of the Year, Burak Yilmaz, Autor und Content Creator, Roudy Ali, Moderatorin und Journalistin, sowie unseren Grünen Ministerinnen, Mona Neubaur und Verena Schäffer. Es wird ein Tag voller Vernetzung und Gestaltung unseres Landtagswahlprogramms! 

Dieser Vielfaltskongress ist deine Chance, aktiv mitzuwirken: Wir hören Verbänden genau zu, tauschen uns aus und identifizieren, welche Wünsche und Ideen sie für eine gerechtere Politik haben. In spannenden Workshops gestalten wir zusammen konkrete Projekte, die das Leben von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen wirklich verbessern können. Deine Perspektive ist wichtig, ob mit oder ohne Diskriminierungserfahrung. Deine Stimme zählt – der Vielfaltskongress steht allen Menschen offen, die mitgestalten, sich mit Vielfaltsmanager*innen unseres Landes und Grünen Entscheidungsträger*innen vernetzen oder einfach zuhören und lernen wollen.

Komm vorbei, bring deine Perspektive ein und lass uns gemeinsam darüber sprechen, wie wir NRW noch besser machen können.

➡️ Alle Infos und Anmeldung hier

Heute im Wohnzimmer:
Raumfüllender Minimalismus


Nach abgeschlossenem Musikstudium schreiben sie nun mit Gesang, Gitarre und Schlagzeug Stücke, wie ein Gemälde Edward Hoppers - melancholisch, tröstend, einfühlsam. Dabei verbinden sie poetische Qualitäten in der Tradition von Bob Dylan mit der Musikalität einer Norah Jones für eine Intimität, die ohne Bass im Raum zu schweben scheint. Mitgenommen auf eine Reise zwischen Zweifel und Trost, fesseln ihre Stücke die Hörenden von der ersten bis zur letzten Strophe. Mit A Few Forgotten Words ist im April 2024 ihre erste EP erschienen.
"Die hohe Kunst des absolut raumfüllenden Minimalismus, eine sensible, un- aufdringliche, starke Handschrift, die alles zusammenhält" (Lothar Trampert Jazzthetik/paleblueice) 

Weavers Gallery
Fr 24.04 / 20:00

Wohnzimmer Ge / Konzert
Wilhelminenstr. 174b
45881 Gelsenkirchen

Elektronik und pliozäner Klimbim

Seit ihrer Open-Air-Bandgründung auf dem Moers Festival 2023 überleben Schlagzeuger Simon Camatta, E-Gitarristin Raissa Mehner und Vibrafonistin Salome Amend nur knapp, mit Hilfe von Elektronik und pliozänem Klimbim. Aus dem Dickicht auftauchende Themenköpfe und wildwüchsige Eigenkompositionen zwingen sie, sichere Trampelpfade zu verlassen.
Toxodons kurze, aber muskulöse Beine endeten nicht ohne Grund dreizehig, sodass es uns noch heute gern als an-den-borstigen-Haaren-herbeigezogene Analogie zur Seite steht: Drei Zehen, drei Silben, drei MusikerInnen aus drei Städten verbinden Ruhrgebiet, Rheinland und Bergisches Land und schaffen einen tollkühnen Wust aus halb-aquatischen Klangsphären und schroffen Independent Felsen.

jazzzeitung.de schrieb über den moers festival Auftritt: Was für eine Intensität entstand im Zusammenspiel zwischen dem kraftvollen Schlagzeuger Simon Camatta, der noiseverliebten Gitarristin Raissa Mehner und der perkussiv zu Werke gehenden Vibrafonistin Salome Amend. Das rockte zuweilen mächtig, ließ aber auch feinsinnige Geräusch-Symbiosen entstehen.

Fr 08.05.2026 / 19:30
TOXODON
werkstatt / Konzert
Hagenstraße 34 / 45894 Gelsenkirchen

Eintritt: 15 € / "werkstatt"-Vereinsmitglieder 10 € / ermäßigt 5 €
Kein Vorverkauf möglich, Reservierung per Mail an: info@werkstatt-ev.de

Bild der Woche


Mit dem Bild der Woche – hier fast am Ende dieser Grünen Woche – lenken wir den Blick noch einmal an den Anfang, auf’s Editorial. Der Maler Willy Lorenz (1901 – 1981, geboren und gestorben in Köln) wird der sog. Düsseldorfer Schule zugerechnet und fokussierte sich fast ausschließlich auf heimisches Wild und Jagdszenen. Hier zu sehen seine „Wildschweine im Winter“.

Nun, mit erwartbar wenig Widerspruch kann hier über das Bild gesagt werden, das es sich nicht zwingend zu den wirklich großen Werken der Kunstgeschichte zählen lässt, aber Gelegenheit macht, Kunst und Lebenswirklichkeit zusammen zu betrachten:

In Deutschland wurden im letzten Jahr fast 3.000 erlegte Wildschweine vernichtet. Wegen überhöhter Strahlenbelastung. Die stammt vom GAU in Tschernobyl und von den Waldpilzen, die die Schweine fressen, und die immer noch mit Cäsium-137 belastet sind. Deshalb laufen verstrahlte Wildschweine durch den Bayerischen Wald – knapp 40 Jahre später und 2.000 Kilometer vom Ort des Super-GAU entfernt …

Heute ist der Tag, unsere Stadt wieder grüner zu gestalten.

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Deine Spende hilft, um Veranstaltungen, öffentliche Präsenz und noch mehr Dialog zu ermöglichen: Infoveranstaltungen, Debatten, Aktionen vor Ort, transparente Kommunikation und und und. Jede Spende – klein oder groß – macht mehr Grün in Gelsenkirchen.

Vielen Dank für deine Unterstützung!💚

➡️ Wie und wohin du spenden kannst

Hinweise zum Gebrauch:

Die Grüne Woche lebt auch von eurem Mittun:
Der Letterman freut sich nicht nur über eure guten und wertschätzenden Kommentare, sondern eben auch über Hinweise zu Veranstaltungen, Treffen, einfachen Zusammenkünften und und und ...
Sendet diese bitte jeweils bis spätestens donnerstags ganz einfach an diegruenewoche@gruenege.de

Die nächste GRÜNE WOCHE kommt - wenn alles gut läuft - am 30.4. direkt in euer
E-Mail Postfach.

 
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen
Stephan Tondorf
Ebertstraße 28
45879 Gelsenkirchen
Deutschland
kv@gruenege.de
www.gruenege.de