Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


ist kein Zeichen von Zermürbung, sondern von Lebendigkeit politischer Auseinandersetzung

Ob ihr es glaubt oder nicht: Tauziehen war einmal eine olympische Disziplin (von 1900-1920), bei der sich zwei Mannschaften am Seil gegenüberstanden. Es ging darum, die anderen über eine markierte Linie zu ziehen, mit Kraft, Technik und Teamkoordination. Doch hinter dem sichtbaren Zug steckt mehr: Es geht um Strategie, Timing, Vertrauen und den gemeinsamen Willen, sich gegen Widerstände zu behaupten. Das Tauziehen ist heute eher eine Metapher für das, was in vielen Lebensbereichen passiert – ein intensiver, dynamischer Prozess, bei dem Kräfte mobilisiert werden, um ein Ziel zu erreichen, oft unter Druck, oft im Spannungsfeld zwischen Durchsetzung und Kompromiss.

Wenn wir vom „politischen Tauziehen“ sprechen, geht es um das Ringen (übrigens olympisch!) zwischen unterschiedlichen Akteur:innen, Interessen und Perspektiven. Es ist kein individuelles Zerren, sondern ein kollektiver Prozess, bei dem Positionen, Prioritäten und Werte gegeneinander abgewogen werden. Beteiligte handeln parametrisch: Sie vertreten Gruppen, suchen Unterstützer:innen, bauen Allianzen, versuchen Klärungen oder „etwas zu bereinigen“ und nutzen Verhandlungstaktiken, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Manchmal ist das Ziel klar – eine bestimmte Forderung, ein von vielen getragener Antrag im Stadtrat, ein Kompromiss, der vielen Seiten Vorteile bietet. Manchmal ist es ambivalent – niemand gewinnt eindeutig, aber alle verschieben, gestalten und rhythmisieren den Diskurs.

Kann politisches Tauziehen dann sinnvoll sein? Ich denke, es kann, denn es eröffnet durchaus Räume für Konsensbausteine. Durch das Wechselspiel von Zug und Nachgeben entstehen Zwischenlösungen, die einzelne Fronten entkräften und eine breitere Legitimation ermöglichen. Und es stärkt womöglich die demokratische Kultur. Denn durch Debatte, Transparenz und Rechenschaftspflicht werden Beteiligte und Öffentlichkeit in den Prozess eingebunden. Und im besten Falle fördert es Lernprozesse, in denen Akteur:innen Prioritäten reflektieren, lernen, Argumente zu schärfen, und Geduld üben – Fähigkeiten, die langfristig politische Stabilität unterstützen. Wenn viele Seiten beteiligt sind, steigt die Chance, dass gefundene Lösungen breit getragen werden, es legitimiert Kompromisse – auch wenn sie nicht „die Goldmedaille“ bedeuten.
Beim Tauziehen geht es am Ende vermutlich gar nicht um den persönlichen Triumph, mehr um die Gestaltung von Verbindlichkeiten, Zielvereinbarungen und gemeinsamer Zukunftsorientierung. Auch wenn man als Team nicht die Goldmedaille gewinnt, kann der Prozess wertvoll sein: Erkenntnisse, Legitimation, neue Koalitionen und die Erschließung neuer Handlungsräume. Vergebene Liebesmüh wäre es ja, wenn das Tauziehen zu eingebrannten Positionen führt, ohne Bereitschaft zu Anpassung oder Verantwortung. Doch wenn es gelingt, gemeinsam weitere Schritte zu definieren, kompromissfähig zu handeln und Lösungen zu verankern, hat das Tauziehen seinen Sinn erfüllt.

Eine Bemerkung noch zum Schluss: Das ewige Tauziehen – auch „im eigenen Haus“ – ist kein Zeichen von Zermürbung, sondern von Lebendigkeit politischer Auseinandersetzung. Es zeigt, dass in einer pluralistischen Gesellschaft Entscheidungen selten im Pakt der absoluten Siegurteile fallen, sondern in der Kunst, gemeinsam zu ziehen, zu prüfen, zu akzeptieren – und dabei auch die Frage zu stellen, welche Ziele wirklich wichtig sind, welche Werte wir schützen wollen und wie wir miteinander die nächste Etappe der gemeinsamen Reise gestalten.

So ein Tauziehen klingt aber auch ein wenig nach long-distance running.

Na dann zurück in die „grüne Loipe“.
Euer Letterman

Morgen Liebe wagen!


Der Valentinstag feiert Liebe, Gemeinschaft und gegenseitige Wertschätzung. Er erinnert daran, wie wichtig Beziehungen und Empathie für eine lebendige Gesellschaft sind.
Gleichzeitig bietet dieser Tag eine gute Gelegenheit, sich über Werte wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu informieren – Themen, die auch eine grüne Politik prägen. 


Grüner Infostand am Valentinstag
14. Februar / 10 - 14 Uhr  
Hochstr. (ehemals Sinn & Leffers)


Und warum macht es Sinn, morgen unbedingt den Infostand der Grünen zu besuchen? – Erstens, weil es eine freundliche, offene Gelegenheit ist, sich politisch zu beteiligen und Impulse für eine lebenswerte Zukunft zu sammeln. Zweitens, weil grüne Politik klare Schwerpunkte auf Umwelt, Klimaschutz und nachhaltige Lebensweisen setzt. Und drittens: Am Stand kannst du dich z.B. direkt über Ideen für eine grüne Kommunalpolitik, eine gerechtere Gesellschaft und mehr informieren. Wir bieten Raum für persönliche Gespräche, Fragen und Feedback – wichtiger Dialog statt starrer Parolen. MEHR LIEBE GEHT NICHT.


Europa-Besuch


Alexandra Geese
(MdEP) ist auf Tour in NRW und freut sich sehr darauf, mit uns (und euch) ins Gespräch zu kommen! Beim Besuch im Kreisverband Gelsenkirchen wird sie auch über ihre politische Arbeit und aktuelle europäische Entwicklungen in den Bereichen soziale Medien, Demokratie/Rechtsextremismus, künstliche Intelligenz und technologische Souveränität sowie die Beziehungen zu den USA berichten.


Der Abend wird das Thema „Wie soziale Medien die Demokratie zerstören - und wie wir sie mit einem starken Europa retten“ in den Fokus rücken – und anschließend genügend Raum für Austausch und Begegnung bieten.

19.2. / 19:00 Uhr
ROSAMUNDE
Bochumer Str. 117 (GE-Ückendorf)
Eintritt frei / Getränke, etc. selbst zahlen


Alexandra ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments und die Digitalexpertin der Fraktion „Greens/EFA“. Sie hat das große europäische Gesetz „Digital Services Act“ zur Regulierung von digitalen Plattformen und sozialen Netzwerken verhandelt. Ihre Schwerpunkte sind Demokratie im digitalen Zeitalter, nachhaltige Digitalisierung und Geschlechtergerechtigkeit. Sie ist Mitglied im Auschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) und im Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM). Außerdem ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Binnenmarket und Verbraucherschutz (IMCO). Seit Februar 2025 ist auch Mitglied und Grüne Koordinatorin im neu gegründeten Sonderausschuss „European Democracy Shield“ (EUDS).

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der frisch gegründeten „Initiative für ein freies Internet jenseits der Tech-Giganten“, dem FED HUB Gelsenkirchen statt. Die Initiative wird sich vorstellen und einen kurzen Ausblick auf ihre geplanten Aktivitäten geben.
Dazu schreibt das FED HUB: „ ,Fed up’ würde es besser treffen: Die Nase voll von Alphabet, Meta, Microsoft und den anderen Plattformen, deren Ausrichtung und Strategie darauf zielt, ihre Macht auszubauen und Gewinne zu maximieren. Auf der Strecke bleibt die Vielfalt im medialen Raum. Der Schaden für die Demokratie ist schon jetzt deutlich sichtbar. Es gibt aber Alternativen ...“



E-Mobilität ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie betrifft unseren Alltag schon heute. Doch rund um Elektroautos, Ladeinfrastruktur und Klimabilanz gibt es weiterhin viele Fragen, Unsicherheiten und kontroverse Diskussionen.

In dieser offenen Info- und Fragerunde beleuchtet Andreas Schmidt das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven:
➡️ Pro & Contra von E-Mobilität
➡️ Ladesäulen & Infrastruktur vor Ort
➡️ Alltagstauglichkeit im Stadt- und Pendelverkehr
➡️ Kosten, Förderung und praktische Erfahrungen

Dabei geht es nicht um einseitige Positionen, sondern um eine sachliche Einordnung, Raum für Nachfragen und den Austausch unterschiedlicher Standpunkte. Ob interessiert, skeptisch oder bereits erfahren – alle sind willkommen.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Gern weiterleiten und Interessierte mitbringen.

👉 Anmeldung bitte per WhatsApp oder Mail bei Kathrin oder an Kathrin.oeltjen@gruenege.de



... die einen Kalendereintrag verdienen:

27.02.Grüner Stammtisch (18:30, Grünes Zentrum)
03.03. Nordtreffen

13.03. Film zum feministischen Kampftag
21.03. GEputzt - Wir sind dabei (Anmelden bei kv@gruenege.de)

25.03. Veranstaltung zu Wochen gegen Rassismus

Weitere Infos folgen.

Post aus Berlin – including Eil-Webinar


Liebe Freund*innen, 


Katherina Reiche will den Ausbau der Erneuerbaren radikal ausbremsen. Jetzt ist der Moment, um Druck aufzubauen und diese Pläne der Bundesregierung zu stoppen, denn noch ist nichts beschlossen. Deshalb haben wir als Bundesverband einen Aufruf gestartet, den innerhalb von 24 Stunden schon mehr als 50.000 Menschen unterstützen. Aber das reicht uns noch nicht, hilf uns die Energiewende zu retten und unterzeichne jetzt hier. 

Eigentlich hat Bundeskanzler Friedrich Merz versprochen, Infrastrukturprojekte wie den Ausbau unserer Energienetze schneller zu planen und fit für die Zukunft zu machen. Jetzt legt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit dem neuen „Netzpaket“ einen Vorschlag vor, der das exakte Gegenteil bewirkt: So sollen bereits existierende Ausbaupläne plötzlich gestoppt, der Einspeisevorrang sowie die Einspeisevergütung gestrichen werden. Zusammen mit der Einspeisevergütung und verlässlichen Netzanschlüssen – etwa für Solar-, Windenergie- und Biomasseanlagen – war all dies die verlässliche Grundlage dafür, dass erneuerbare Energien in Deutschland so erfolgreich wurden. Wenn dieses Netzpaket tatsächlich zum Gesetz wird, haben alle, die mit viel Einsatz und privatem Geld in grünen Strom investieren, künftig keine Gewissheit mehr, ob ihr erzeugter Strom überhaupt noch vergütet wird. 

Gerade jetzt, wo wir uns aus fossilen Abhängigkeiten und von Importen, etwa aus den USA mit Präsident Trump, unabhängig machen sollten, wird klar: Erneuerbare Energien sind als Friedensenergien das Gebot der Stunde. Wind-, Solar- und naturverträgliche Biomasseenergie sowie Speicher sind die beste Versicherung für Klimaschutz, Energiesicherheit und Unabhängigkeit von Diktatoren und Autokraten. 

Genau dann, wenn es darum geht, neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung und den Klimaschutz zusammen zu schaffen, können wir uns eine solche Blockadepolitik nicht leisten. Statt erneuerbare Energien in die Wüste zu schicken, brauchen wir endlich Planungsbeschleunigung und konsequente Digitalisierung der Energienetze, insbesondere der Verteilnetze. Es muss sich für die Netzbetreiber lohnen, schnell anzuschließen, diese Verteilnetze weiter auszubauen und zu digitalisieren. Wir GRÜNE haben in der letzten Bundesregierung gezeigt, dass eine Beschleunigung bei den Übertragungsnetzen möglich ist. Es kann nicht sein, dass Wirtschaftsministerin Reiche nun stattdessen dafür sorgt, dass die gesamte Energiewirtschaft monatelange Unsicherheit und das Handwerk enorme Auftragseinbrüche erleben werden. 

Außerdem laden wir dich am (heutigen) Freitag,
den 13. Februar um 18 Uhr zu einem Eil-Webinar ein
,

in dem wir Expert*innen, Verbände, Industrie und Politik zusammenbringen, um zu verstehen, was genau in diesem “Netzpaket” steckt und welche Folgen es hätte.
Mit dabei sind neben unserem Bundesvorsitzenden Felix Banaszak und stellvertretender Bundesvorsitzenden Sven Giegold, Ursula Heinen-Esser - Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V., Tim Meyer - Energiemanager und Autor, Valerie Lange - Leitung Energiepolitik und Regulierung beim Bündnis Bürgerenergie e.V. (angefragt) sowie Michael Bloss, MdEP.
Wir wollen mit dir diskutieren, wie wir gemeinsam handeln können, um CDU, CSU und SPD von diesem Plan abzuhalten. Melde dich hier direkt an. 


Gemeinsam können wir verhindern, dass die erneuerbaren Energien ausgebremst werden – und dafür sorgen, dass Deutschland klimaneutral, zukunftsfähig und unabhängig von Autokraten und Diktatoren wird. 

Herzliche Grüße
Euer Bundesvorstand 


Der etwas andere Kultur-Tipp:

Hallo zusammen,
Ückendorf und seine Kulturevents sind in aller Munde – in Gelsenkirchen, im Ruhrgebiet und darüber hinaus! Mit der ExtraSchicht (27.6.) und der Szeniale (25./26. 9.) stehen uns im Sommer und Herbst zwei absolute Höhepunkte bevor.

Wir, Matthias Krentzek und Christoph Lammert möchten diese Events nutzen, um etwas Neues auszuprobieren: Die Ückendorf-Volunteers.
Hast du Lust, als Gastgeber:in dein Quartier zu repräsentieren, hinter die Kulissen der Veranstaltungen zu schauen oder Künstler:innen zu unterstützen? Wir suchen keine „Arbeitskräfte“, sondern Menschen mit Herz für Ückendorf, die Lust auf Kommunikation und gute Laune haben.

➡️Ganz wichtig:
Es geht um punktuelles Engagement. Du entscheidest bei jedem Event neu, ob und wie viele Stunden du dabei sein willst – ganz ohne langfristige Verpflichtung oder festes „Amt“.

Komm doch einfach ganz unverbindlich zu unserem Info-Treffen:
Donnerstag, 12.3. / 17:30 - 19:00 Uhr 
℅ raum für kooperation,
Bochumer Straße 140-142

Wir freuen uns auf dich und alle Interessierten, die du mitbringst!

Für die Extraschicht in Ückendorf: Matthias Krentzek,
0177 7434513, mk@mxr-storytelling.de
Für die Szeniale: Christoph Lammert,
01573 8248904⁩, festivalbuero@szeniale.ruhr


Hinweise zum Gebrauch:

Die Grüne Woche lebt auch von eurem Mittun:
Der Letterman freut sich nicht nur über eure guten und wertschätzenden Kommentare, sondern eben auch über Hinweise zu Veranstaltungen, Treffen, einfachen Zusammenkünften und und und.

Sendet diese ganz einfach an diegruenewoche@gruenege.de

Die nächste GRÜNE WOCHE kommt am 20.2. direkt in euer E-Mail Postfach.


 
 
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Gelsenkirchen
Stephan Tondorf
Ebertstraße 28
45879 Gelsenkirchen
Deutschland
kv@gruenege.de
www.gruenege.de